Berichte

gegründet 1993 in Neustadt an der Aisch

Nr. 16/93

Gestillt: nein. In der Folge Ernährung mit Aptamil (saccharosehaltig 2,2%). Schlechtes Trinken, häufiges Erbrechen, Stühle häufig dünn. Im Alter von 21 Tagen 150 g unterm Geburtsgewicht. Mit 3 1/2 Wochen Sklerenikterus. Klinikeinweisung, in der Folgezeit Entwicklung eines massiven hepatocellulären Icterus.
07.11.1977 Auftreten einer diffusen Blutungsneigung.
09.11.1977 Verlegung in eine Uni-Kinderklinik. Kind blutet aus mehreren Blutentnahmestellen (!), usw.

Laborwerte:
… Quick nicht meßbar, PTT 67 sec., Bili 2,9 mg/dl, GOT 75 U/l, GPT 75 U/l, Gamma-GT 16 U/l.

Die Ihnen bekannte Behandlung wurde durchgeführt. Im Laufe der folgenden 2 Tage Besserung der Blutungsneigung. Dringender Verdacht auf HFI, in der Folge fructosefreie Ernährung.
Im Laufe der ersten 7 Tage rasche Besserung des AZ.
Am 29.11.1977 Fructose-Toleranz-Test, bestätigte den Verdacht auf HFI, anschließend Leberbiopsie: Enzymatisch, Fructose-1-Phosphat Aldolase 0,54 E. Histologisch, diffuse Leberepithelverfettung mit beträchtlicher Fibrose.
Am 16.12.1977 wurde das Kind entlassen.
Das Kind bzw. der Jugendliche wurde jährlich in der Klinikambulanz vorgestellt, die Berichte liegen uns vor. Aus den Berichten geht hervor, dass eine Erhöhung der Fructose-/Sorbitmenge möglich ist, auch wenn die Laborwerte im Normalbereich liegen.

Merke: vermehrte Kartoffelmenge führte zu einer Erhöhung der GPT auf 39 U/l; Sorbit auch im Kaugummi; Jörg hat jetzt eine fast totale Aversion gegen Süßes und Obst entwickelt, beschwerdefrei bei streng fructosearmer Diät.

Das 1. Kind der Eltern verstarb 1972 im Alter von 5 Wochen. Massiver hepatocellulärer Icterus. Die Uni-Kinderklinik schreibt in ihrem Bericht: “Durchsicht des damaligen Sektionsberichtes ergibt eine Leberverfettung, so daß es sich mit größter Wahrscheinlichkeit auch bei diesem Kind um eine Fructoseintoleranz gehandelt hat”.


Nr. 143/96

Gestillt: nein. Kindernahrung mit Zucker oder Obst oder Gemüse wurde erbrochen. Die Mutter ernährte das Kind nach seinen Wünschen, sonst wurde das Essen und Trinken verweigert. Warum das so war, konnte den Eltern keiner sagen. Ein Sohn der Familie, geb. 06.12.1949, verstarb am 27.02.1950. Nach Aussagen der Eltern erbrach das Kind nach jedem Essen, es kam zu einer Gelbsucht.

Am 21.01.1996 bestanden folgende Beschwerden, die ärztlicherseits nicht akzeptiert wurden: Erbrechen, Blähbauch, Durchfälle bzw. breiige Stühle, Heißhunger, Reizbarkeit, Müdigkeit, blaue Flecken, alles ist anstrengend, Konzentrationsschwierigkeite. Es bestand weiterhin eine unbekannte HFI.

Laborwerte (ohne streng fructosearmer Diät): 31.08.1995 - GPT 10 U/l, Gamma-GT 7 U/l, Blutzucker 88 mg/dl.

EDTA-Blut zur molekulargenetischen Diagnostik: 11.04.1996 - Auf beiden Allelen die Mutation A149P nachweisbar im Exon 5.

Obwohl eine Aversion gegen Süßes und Obst von Kindheit an genannt wird, wurde bis zum Juli 1997 (!) nur eine fructosearme Diät
eingehalten. Hierbei bestehen immer noch folgende Beschwerden: Blähbauch, Oberbauchschmerzen, breiige Stühle, Reizbarkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen.

Am 05.07.1997 erneute Diätberatung. Ab sofort streng fructosearme Diät.
Am 13.09.1997 wird uns berichtet, dass die Beschwerden deutlich rückläufig sind.
Am 13.12.1997 wird uns folgendes berichtet: “Mein Befinden ist im Moment gut, es gibt kaum noch Diätfehler. Unter Hypoglykämie habe ich zu leiden, wenn ich denke, ich kann eine Mahlzeit auslassen”.


Eine Reihe von Berichten in verschiedenen Zeitschriften und anderen Medien:


Flug
Von einem deutschen Flughafen nach Istanbul beträgt die durchschnittliche Flugzeit 2:30 Std. (+1h Zeitverschiebung).

Gruppen-Rundreise (10 Tage)
2 Tage Istanbul, Ausgrabungsstätten und 7 erste christl. Gemeinden: Troja, Pergamon, Ephesos, Izmir, Philadelphia, Sardes, Thyatira. Weitere Orte: Kusadasi (Touristenort), Pamukkale (Kalkterrassen).

1 Woche Individualurlaub
Gästehaus in Yalova, von dort aus Ausflüge nach Termal, Iznik und Bursa.

Unterkunft
In verschiedenen Hotels (3-4 Sterne). Die Doppelzimmer waren mit 2 Einzelbetten, Badezimmer mit Dusche und ab und zu Balkon ausgestattet. Die Unterkünfte waren sauber, manchmal einfach, aber für wenige Nächte ok. In der Nebensaison ist es möglich die Unterkunft kurzfristig zu buchen (20-40.-EURO/Tag für 2 Personen).

Frühstücksbüffet
Weissbrot, Butter, Schafs- / Kuhmilchkäse, Eier, Wurst, Oliven, Gurken, Milch, Kaffee, Tee, Vorsicht bei Apfeltee!

Abendessen
Meist Büffett mit versch. grünen Salaten (ohne Dressing) Joghurt Zitrone, Öl, Salz und Pfeffer sind meist separat vorhanden. Fleisch oder Fisch, Reis, Kartoffeln oder Makkaroni, als Beilage. Außerdem steht immer Weissbrot (ohne Zucker) zur Verfügung.

Verkehrsverbindungen
Zwischen den einzelnen Orten verkehren Busse (dolmus). Mit diesen, meist Kleinbusse, kommt man günstig (ca. 1.-EURO/10km) und gut voran. Es gibt nicht immer festen Haltestellen, die Busse huppen in den Ortschaften. Beim Winken mit der Hand wird man mitgenommen, beim Fahrer kann meist bezahlt werden. Möchten Sie bei der nächsten Gelegenheit aussteigen, so heisst dies auf türkisch: Müsait bir yerde Als Fussgänger und Fahrradfahrer muss man sich in der Stadt und auf dem Land vor dem motorisiertem Verkehr in acht nehmen!

Sprache
Ich hatte zwar einen Reiseführer mit türkischem Sprachführer dabei, benutzte es aber nur beim Essen bestellen. Auf englisch, deutsch bzw. Zeichensprache konnte ich mich ausreichend gut verständigen. Der Vorteil bei der türkischen Sprache ist, das man die meisten Worte (bis auf ein paar Ausnahmen) so auspricht, wie sie geschrieben werden.

Währung
YTL (neue türkische Lira)

Grundversorgung
Selbst im kleinsten Supermarkt bekam ich alles für den täglichen Verbrauch, z.B. Mineralwasser meist ohne oder mit Kohlensäure (türkisch: su, soda), Milch (süt), Kaffee (kahve), Ayran (türk. Getränk aus Joghurt, Wasser und etwas Salz) Weissbrot teilweise mit Sesam (ekmek), Joghurt (yoghurt), Käse aus Schafs- oder Kuhmilch (peynir), Butter(tereyagi), Wurst (salam bzw. sucuk), Reis (pilav), Weizengrütze (bulgur), Nudeln (makarna).

Essen selbst kochen
Wenn es schnell gehen soll: Im Supermarkt oder noch besser auf dem Markt (frisch! und sehr liebevoll präsentiert) gab es Reis, Nudeln, Salat, Gurken, Fische, Spinat (Ispanak) u.v.m. Nudeln können mit einer Pestosoße mit Basilikum (darauf achten, dass in der Soße kein Zucker (seker) enthalten ist) oder mit Käsesosse zubereitet werden. Fleisch war ebenfalls gut in der Metzgerei zu bekommen.

strong>Essen gehen
In den Restaurants fand sich immer etwas Gutes für uns Betroffene: Türkische Gerichte aller Art, z.B. Hirtensalat (coban salatasi) dabei auf Tomaten (domates) achten, grüner Salat (salata), Schafskäse (beyaz peynir), Cacik (Joghurt, Gurke, Knoblauch), Yaprak dolmasi (mit Reis gefüllte Weinblätter), Lammkotelett (pirzola), Fleischspiess (sis kebabi), Hackfleischbällchen (köfte), Fisch (balik) u.a. Als Beilagen gab es Reis (pilav), Weizengrütze (bulgur), Nudeln(makarna), Weissbrot und die o.g. Salate (salata). Den Salat kann man sich in der Regel selber mit Olivenöl (yag), Joghurt (yoghurt),Salz (tuz) und Pfeffer (karabiber), und evtl. Zitrone (limon) verfeinern.

Zwischendurch
Türkische Pizza (Lahmacun), dabei auf Tomaten (domates) achten, Döner, Kebap, Börek (Blätterteig, Hackfleisch oder Spinat oder Ruccula), Gözleme (türkischer Pfannkuchen gefüllt mit Hackfleisch, Spinat, Käse), Simit (Sesamkringel = türkische Brezel).

Land und Leute
Die Türkei ist ca. 779.452 qkm gross und hat knapp 70 Mio. Einwohner. Das Land erstreckt sich geografisch über zwei Kontinente. Anatolien, der asiatische Teil des türkischen Staatsgebiets, nimmt etwa 97 % der Fläche ein. Der europäische Teil bildet das östliche Thrakien und umfasst etwa 3 % der Landesfläche (23.623 km²).

Hintergrund der Reise
In den ersten 10 Tagen der Rundreise habe ich mit 15 Personen aus meiner Gemeinde bekannte Sehenswürdigkeiten und Istanbul, eine 14 Mio. Metropole mit chaotischen Verkehrsverhältnissen, besucht. Die 7 Gemeinden aus der Offenbarung des Johannes (letztes Buch der Bibel) standen ebenfalls auf dem Programm. Wir bekamen durch unseren Pfarrer an diesen Orten einen besseren Bezug zu den entsprechenden Bibelstellen vermittelt. Auch ein Gottesdienstbesuch der internationalen Gemeinde mit über 100 Mitgliedern aus 22 Nationalitäten in Izmir (Smyrna) hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. In dieser Zeit konnte ich die Natur (teilweise auch noch herrlich grün im Oktober) und die Leute in der Türkei etwas kennenlernen. Ich bekam einen ersten Eindruck von der türkischen Kultur mit der teilweise armen Bevölkerung, wo die Kinder nichts zum Spielen und Anziehen haben und nebenan prächtige neue Moscheen (durch Spenden der Bevölkerung finanziert) gebaut werden. In der 2. “Erholungwoche” war ich in einer christlichen Wohngemeinschaft untergebracht, die Michael mit unterstützen. Michael, der auch unsere Reise begleitete, wurde vor 5 Jahren von unserer Gemeinde nach Yalova entsand. Er half zuerst nach einem sehr schwerem Erdbeben bei dem Wiederaufbau der 80.000 Einwohnerstadt und versucht seitdem dort eine Gemeinde aufzubauen. Hier als Christ zu leben (99 % Moslems) heisst sich entschieden dafür einzusetzen. Sich als Türke oder Kurde zum Glauben zu bekennen, bedeutet einen gewaltigen gesellschaftlichen Druck (Ramadan, 5 Gebetszeiten, usw.) ausgesetzt zu sein und teilweise Bedrohungen und Ausschluß durch die Familie in Kauf zu nehmen. Ich habe nun allergrößten Respekt vor den Christen in der Türkei. Insgesamt war dies also eine recht erlebnisreiche und schöne Reise!

Literatur
Türkei – Westküste, ADAC Reiseführer (www.adac.de)
und
Istanbul, Tröger, Bussmann, Michael Müller Verlag, Erlangen (www.michael-mueller-verlag.de)


Flug
Von einem deutschen Flughafen nach Rom (Fiumicino) oder Rom (Ciampino) beträgt die durchschnittliche Flugzeit 2:00 Std.

Unterkunft (9 Tage)
Unsere Unterkunft war in einem Hotel direkt hinter dem Vatikan (stadtauswärts) gelegen. Das Hotel lag an einer vielbefahren lauten Straße, so dass ich deshalb keine Empfehlung für dieses Hotel abgeben möchte. Die Zimmer waren mit einem Badezimmer ausgestattet und das Hotel wurde sehr sauber geführt (DZ: 100.-EUR/Tag für 2 Personen) Gebucht hatten wir Übernachtung mit Frühstück. Es gab nur ein typisches italienisches Frühstück, das sich für HFI Betroffene leider absolut nicht eignete, bestehend aus: süsse Hörnchen, Brötchen (süss schmeckend), Butter, Marmelade, Kaffee und Milch, schwarzer Tee, Orangensaft. Wir konnten erreichen, dass ich geeignetes Weissbrot, etwas Käse und Schinken bekam. Man sollte unbedingt dabei erwähnen, dass es sich eine medizinische Indikation handelt, da sonst das Verständnis beim Personal für ein extra ausgewähltes Frühstück fehlt!

Unterkunft (Alternative)
Das Grand Hotel Olympic (www.aurumhotels.it) liegt sehr günstig in der Nähe des Vatikans und der Engelsburg. Die Zimmer in den Innenhof sollen auch ruhig sein. Das Frühstück, so wurde uns von deutschen Gästen berichtet, besteht aus einem interkontinentales Buffet mit Weissbrot, Käse, Wurst und Ei, Kaffee, Milch, Tee, Saft. Preislich liegt dieses Hotel etwa in einem ähnlichen Rahmen. Empfehlenswert ist unbedingt, die Unterkunft schon zeitig im voraus zu buchen, es ist auch in der Nebensaison schwierig etwas vor Ort zu finden.

Verkehrsverbindungen
In Rom sich ein Auto zu mieten ist zwar möglich, aufgrund des sehr dichten Verkehrs aber nicht empfehlenswert. Aufgrund des sehr gut ausgebauten Busnetzes kommt man bis an die Randbereich von Rom sehr gut zurecht. (Kosten: 75min für 1.-EURO), in Rom gibt es noch 2 U-Bahn-Linien und mehrere Zugverbindungen ins Umland, unter anderem eine direkte Verbindung zum Flughafen (Fiumicino).

Sprache
Mit etwas italienisch und englisch kommt man gut zurecht. Mit ausschließlich deutschen Sprachkenntnissen ist die Verständigung schwer möglich.

Währung
Euro

Grundversorgung
Selbst im kleinsten Lebensmittelgeschäft (alimentari) bekommt man alles, was man braucht, z.B. Mineralwasser mit Kohlensäure (acqau minerale frizzante), Milch (latte), Kaffee (caffè) , Weissbrot aus Hefeteig (Zutaten: Mehl, Wasser, Salz und Olivenöl; pane di Ingredienti: farina di grano duro, acqua, sale, lievito-naturale) Käse, Sahne, Butter, Schinken, Mortadella (formaggio, panna, burro, prosciutto, mortadella).

Essen gehen
Auf jeder Speisekarte (menu) findet sich etwas Gutes für uns Betroffene: Italienische Gerichte aller Art, z.B. Pizza, dabei auf Tomaten (pomodori) achten, in bianco bedeutet “weis” ohne Tomaten, Nudelgerichte z.B. Spaghetti ohne Tomaten, auch in bianco z. B. mit Miesmuscheln (cozze), und verschiedene Fleischsorten vom Grill. Römische Spezialitäten sind unter anderem bruschetta (Weisbrot, geröstet mit Olivenöl und Knoblauch, wenn ohne Tomaten gewünscht, wieder in bianco. Den Salat kann man sich in der Regel selber mit Olivenöl (olio d’oliva), Salz (sale) und Pfeffer (pepe), evtl. Zitrone (limone) verfeinern. Ein römisches Mahl wird traditionell mit Käse z.B. dem würzigen Hartkäse (pecorino romano) oder mozzarella, ricotta oder gorgonzola abgeschlossen.

Essen selbst kochen
Wenn es schnell gehen soll: Nudeln (pasta) mit einer Pestosoße mit Basilikum (basilico al pesto), dabei darauf achten, dass in der Soße kein Zucker (zucchero) enthalten ist oder mit Käsesoße (formaggio-salsa) oder Ei und Speck (alla carbonara) zubereiten.

Land und Leute
Rom wurde 753 v.Chr gegründet. Die ersten Hinweise auf menschliche Besiedlung sind um das 10.Jh.v.Chr. überliefert. Rom ist mit ca. 3 Mill. Einwohnern die Hauptstadt Italiens. Seit Jahrhunderten zieht die ewige Stadt Reisenden aus aller Welt in ihren Bann. Heute sind es jährlich 5 Mill. Besucher, die eine Annäherung an die faszinierende Stadt suchen.

Treffen mit Giorgio
Giorgio hat eine Seite zur HIF unterwww.intolleranzafruttosio.iterstellt (mehr Informationen auch zur Selbsthilfegruppe AIF in Italien unterLinks). Dieses Treffen war für mich persönlich der Höhepunkt des Urlaubs, wir verstanden uns sehr gut, ausschließlich auf Englisch und trafen uns alle paar Tage um etwas gemeinsam zu unternehmen. Wir unterhielten uns über unser privates Umfeld und lernten seine sehr gastfreundliche Familie kennen. Aber auch Themen der Selbsthilfegruppe kamen nicht zu kurz, so ging es u.a. um die Diagnosemöglichkeiten (molekulargenetisch), Diätführung und die Arbeit in den jeweiligen Selbsthilfegruppen. Wir unterhielten uns intensiv über Themen wie z. B. die neue EG-Richtinie mit der Deklaration von Lebensmitteln oder den Notfallausweis bzw. Anhänger. Ein Gegenbesuch in Deutschland wird für nächstes Jahr geplant!

Literatur
Rom, Sabine Brecht, Hagen Hemmie, 2. Auflage 2004, Michael Müller Verlag, Erlangen (www.michael-mueller-verlag.de)


Flug
Von einem deutschen Flughafen nach Rhodos beträgt die durchschnittliche Flugzeit drei Stunden.

Unterkunft
Unsere Unterkunft war im Ort Stegna (Beach) in ca. 3 km Entfernung von dem Dorf Archangelos direkt am Strand an der Ostküste. Dort hatten wir ein Appartment mit 1 Schlafzimmer, Wohnraum mit 2 zusätzlichen Betten, kleiner Küche, Badezimmer mit Dusche und von der Terrasse Blick auf das direkt vor uns liegende rauschende Meer! Die Unterkunft war sauber und ordentlich geführt, die Küche mit allem notwendigen Geschirr ausgestattet. In der Nebensaison ist es gut möglich die Unterkunft erst vor Ort auszusuchen. (35.-EURO/Tag für 2 Personen) (mehr zu diesem Appartment unterwww.sergios.gr)

Verkehrsverbindungen
Ein Mietauto lässt sich gut vor Ort buchen (ca.30.-EURO/Tag). Für sportliche Urlauber empfehlen wir die wunderschöne Natur per Mountainbike zu erleben (ca.4.-EURO/Tag). Wer die durchaus bergige Insel komfortabler erkunden möchte, findet fast überall eine Motorrollervermietung. Wir nahmen auch das relativ günstige und im Inselnorden gut ausgebaute öffentliche Busnetz in Anspruch.

Sprache
Wir hatten zwar ein griechisches Wörterbuch dabei, benutzten es aber kaum, da wir uns schwer mit der Aussprache taten. Auf englisch, ab und zu auch deutsch, konnten wir uns ausreichend gut verständigen.

Währung
Euro

Grundversorgung
Selbst im kleinsten Supermarkt bekamen wir alles für den täglichen Verbrauch, z.B. Mineralwasser meist ohne oder mit Kohlensäure (engl. natural or sparkling water), Milch (milk), Kaffee (coffee), Weissbrot aus Hefeteig (Zutaten: Mehl, Wasser, Hefe, Salz), Joghurt in versch. Fettstufen, Käse (aus Schafs- oder Kuhmilch), Butter, Wurst (Mortadella, Schinken, Salami), Reis, Nudeln.

Essen gehen
In den Travernen oder Restaurants fand sich immer etwas Gutes für uns Betroffene: Griechische Gerichte aller Art, z.B. griechischer Salat (dabei auf Tomaten (tomatos) und Zwiebeln (shallot) achten), grüner Salat, Schafskäse (féta), Tzaziki (Joghurt, Gurke, Knoblauch), Joghurt ohne Honig, dolmadaki (mit Reis gefüllte Weinblätter), Omeletts, Gyros, Lammkotelett, Fleischspiess (souvláki), Fisch und Meeresfrüchte (meist tiefgefroren) u.a. Als Beilagen gab es meist Kartoffeln (potatoes), Reis, Weissbrot und die o.g. Salate (salad). Den Salat kann man sich in der Regel selber mit Olivenöl (oil), Salz (salt) und Pfeffer (pepper), evtl. Zitrone (lemon) verfeinern. Oft haben wir auch eine Pizza (dabei auf Tomaten (tomatos) und Zwiebeln (shallot) achten) auf der Speisekarte gelesen. Es war durchaus ohne Probleme möglich, einen Blick in die Küche zu werfen und die Speisen zu begutachten. werfen und die Speisen zu begutachten.

Essen selbst kochen
Wenn es schnell gehen soll: Im Supermarkt gab es Reis, Nudeln, Milchreis, Salat und Gurken. Fische, Meeresfrüchte, Spinat und Pilze dagegen fanden wir oft nur tiefgefroren. Frische Waren liessen sich gut und günstig bei fahrenden Händlern einkaufen. Nudeln können mit einer Pestosoße mit Basilikum (darauf achten, dass in der Soße kein Zucker (sugger, sáchari) enthalten ist) oder mit Käsesosse zubereitet werden. Fleisch war schwieriger zu bekommen.

Land und Leute
Rhodos ist mit ca. 1398 qkm, 78 km lang, 38 km breit und 78.000 Einwohnern die viertgrößte Insel Griechenlands. Sie gehört zu der Inselgruppe Dodekanes (12 Hauptinseln) und liegt nur 18 km von der türkischen Küste entfernt. Wirtschaftlich leben die Menschen hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Tourismus.

Literatur und Informationen
Insel Rhodos, Marget und Henk van Blokland, Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH, Bielefeld (www.reise-know-how.de)
und Rhodos, Hans-Peter Siebenhaar, Michael Müller Verlag, Erlangen (www.michael-mueller-verlag.de),
sowie ausführliche Tipps von A bis Z unterwww.rhodos-info.de.


Flug
Von einem deutschen Flughafen nach Catania oder Palermo, durchschnittliche Flugzeit: 2:30 Std.

1. Unterkunft (1. Woche)
Unsere Unterkunft war im Ort San Leone in ca. 5 km Entfernung von der Stadt Agrigent an der Südküste. Dort hatten wir eine Ferienwohnung (ital. Apertimento) mit 1 Schlafzimmer, Küche (cucina) / Wohnraum, Badezimmer mit Dusche (doccia) und vom Schlafzimmer Blick aufs ca. 3km entfernte Meer! In ca. 4 km Entfernung war das wunderschöne Tal der Tempel.

2. Unterkunft (2. Woche)
Unsere 2. Unterkunft war in Letojanni in ca. 3 km Entfernung von der Touristenhochburg Taormina direkt am Strand an der Ostküste. Dort hatten wir eine Ferienwohnung (ital. Apertimento) mit 3 Schlafzimmer, Küche/Wohnraum, Badezimmer und Toilette mit Dusche und vom Schlafzimmer und Balkon Blick auf das direkt vor uns liegende rauschende Meer! Beide Unterkünfte waren sauber und ordentlich geführt, die Küchen waren reichlich mit Geschirr ausgestattet! In der Nebensaison ist es möglich diese erst vor Ort auszusuchen. (45.-EUR/Tag für 2 Personen)

Verkehrsverbindungen
In der 1. Woche bei der 1. Unterkunft hatten wir 1 Woche lang ein Mietauto, von Deutschland aus über AVIS gebucht. Bei der 2. Unterkunft waren wir auf die relativ günstigen öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, wir nahmen das gut ausgebaute Busnetz, den Zug und die Schiffsverbindungen auf die Liparischen Inseln in Anspruch.

Sprache
Mit etwas italienisch, englisch und teilweise deutsch kommt man gut zurecht.

Währung
Euro

Grundversorgung
Selbst im kleinsten Lebensmittelgeschäft (alimentari) bekommt man alles, was man braucht, z.B. Mineralwasser mit Kohlensäure (acqau minerale frizzante), Milch (latte), Kaffee (caffè). Weissbrot aus Hefeteig (Zutaten: Mehl, Wasser, Salz und Olivenöl; pane di Ingredienti: farina di grano duro, acqua, sale, lievito-naturale) Käse, Sahne, Butter, Schinken, Mortadella (formaggio, panna, burro, prosciutto, mortadella).

Essen gehen
Auf jeder Speisekarte (menu) findet sich etwas Gutes für uns Betroffene: Italienische Gerichte aller Art, z.B. Pizza (dabei auf Tomaten (pomodori) achten), Spaghetti und verschiedene Fleischsorten. Sizilianische Spezialitäten sind unter anderem Schwertfisch (pesce spada), Tintenfisch (calamari), Thunfisch (tonno) und Meeresfrüchte (frutti di mare) mit Muscheln (cozze), Garnelen (gamberetti), u.a. Als Beilagen gibt es meist Kartoffeln (patata) und Salat (insalata). Den Salat kann man sich in der Regel selber mit Olivenöl (olio d’oliva), Salz (sale) und Pfeffer (pepe), evtl. Zitrone (limone) verfeinern. Sehr zu empfehlen als 1. Gang (primi piatto) ist auch ein Meeresfrüchterisotto (risotto alla marinara) oder ein Nudelgericht (pasta).

Essen selbst kochen
Wenn es schnell gehen soll: Nudeln (pasta) mit einer Pestosoße mit Basilikum (basilico al pesto), dabei darauf achten, dass in der Soße kein Zucker (zucchero) enthalten ist oder mit Käsesoße (formaggio-salsa) oder Ei und Speck (alla carbonara) zubereiten. Die oben genannten Fische (pesce) bekommt man sehr frisch (fresco) in einem “pesce fresco”- Laden. Sie lassen sich gut mit einem Risottoreis (rissotto riso) mit frischen Pilzen (fresco funghi) kombinieren.

Land und Leute
Sizilien ist mit ca. 25.700 qkm, 1.200 km Küste und 5 Mill. Einwohnern die größte Insel Italiens und durch die Straße von Messina vom Festland getrennt. Die Landschaft wird geprägt durch den Etna, dem mit 3.300 m Höhe größten aktiven Vulkan Europas. Wirtschaftlich leben die Menschen im weiteren von der Landwirtschaft (Zitrusfrüchte, Wein, Olivenöl) und vom Tourismus.

Geschichte
Die ersten Hinweise auf menschliche Besiedlung sind um 6.000 v.Chr. überliefert. Die Sikelia sind von der Südspitze Italiens eingewandert. Um 1.000 v.Chr. entstanden erste Stadtgründungen durch die Phönizier, bis dann ab 750 v. Chr. die Griechen Naxos, Messina und Syrakus gründeten. Ab 536 v.Chr. beherrschen die Karthager Teile der Insel (siehe auch Tunesien). Nach dem 1. Punischen Krieg wird Sizilien 241 v.Chr. römische Provinz. 440 n.Chr. kommen die Wandalen unter Geiserich und später die Ostgoten unter Theoderich hierhin. Von 535 – 827 ist Sizilien Teil des byzantinischen Reiches und wird dann von den Arabern erobert, die 901 Palermo zur Hauptstadt machen. Von 1061 – 1091 steht die Insel unter der Herrschaft der Normannen und Staufer. Kaiser Friedrich II schafft auf Sizilien den ersten modernen Verwaltungsstaat. Nach dem Tod Friedrichs II wird es von den Franzosen regiert Karl I von Anjou wird König von Neapel und Sizilien, das dann bis 1861 als “Königreich beider Sizilien” bestehen bleibt. 1282 kommt es zur sog. Sizilianischen Vesper, einem Aufstand gegen die frz. Herrschaft, der mit der Machtübernahme durch die spanischen Aragonier endet. 1669 wird Catania nach einem Ausbruch des Etna von Lava verschüttet und 1693 durch ein Erdbeben zerstört. Die spanische Herrschaft auf Sizilien dauert bis 1717. Dann regieren die Habsburger und Neapels Bourbonen die Insel. 1860 landet Garibaldi auf Sizilien und seit 1861 gehört Sizilien zu Italien. Das Verhältnis zu Norditalien bleibt aber gespannt. Seit 1880 gewinnt die organisierte Mafia (Cosa Nostra) einen großen Einfluss. 1908 gibt es ein großes Erdbeben in Messina mit 80.000 Toten. 1943 landen die Alliierten auf Sizilien, wodurch der Sturz der Diktatur unter Mussolini eingeleitet wird. Seit 1946 ist Sizilien autonome Region der Republik Italien. Die wechselvolle Geschichte macht deutlich, dass es “den” Sizilianer nicht gibt.

Literatur
Sizilien, Daniela Schetar, Friedrich Köthe, Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH, Bielefeld (www.reise-know-how.de).